Begutachtungskriterien
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Das Peer-Review-Verfahren ist ein wichtiger Mechanismus zur Qualitätssicherung der veröffentlichten Artikel in wissenschaftlichen Journalen, besonders im Bereich der eJournals. Sobald der Artikel eingereicht wurde, wird er formalen und inhaltlichen Prüfungen unterzogen. Formale KriterienDie formale Untersuchung des Artikels richtet ihr Augenmerk vor allem auf die technischen Aspekte der Präsentation. Es wird festgestellt, ob das Dokument fehlerfrei übertragen wurde, ob es vollständig ist und alle benötigten Zusatzdaten vorliegen, so dass davon ausgegangen werden kann, dass das Dokument so in der Redaktion angekommen ist, wie der Autor es einreichen wollte. Es wird auch auf korrekte Angabe von Referenzen, die Länge des Manuskriptes, die Sprachqualität und den Einsatz von Tabellen und Abbildungen geachtet. Für den Ausgang des formalen Gutachtens gibt es einen eigenen Bewertungsbogen. Das formale Gutachten ist nicht ausschlaggebend für die Akzeptanz eines Artikels. Es handelt sich hierbei um Hinweise, die den Artikel dem Erscheinungsbild und den Konventionen von jvrb anpassen sollen. Wissenschaftliche KriterienDer Nutzen einheitlicher BewertungskriterienBewertungskriterien schaffen einen Standard für den Begutachtungsprozess und machen die Gutachten vergleichbar. Jedes Kriterium wird durch ein Schlüsselwort ausgedrückt, welches dessen Bedeutung möglichst genau beschreibt. Da alle Gutachter von derselben Interpretation der Kriterien ausgehen sollten, werden diese im folgenden definiert und genauer erläutert. Das Gutachten untersucht die Originalität, die Signifikanz, die technische Stimmigkeit, die Relevanz, die Präsentation und die Angemessenheit der Zitate. Der Gutachter schätzt auch ab, wieviel Aufwand benötigt ist, den Artikel umzuschreiben, um ihn in eine Form zu bringen, die für das Journal akzeptabel ist. Schließlich gibt er auch eine Bewertung seines eigenen Kenntnisstandes auf dem betreffenden Gebiet. Die BewertungsskalaEine einheitliche Skala für das Gutachten ist für den Vergleich ebenfalls von großer Bedeutung. Die Skala ist fünffach abgestuft, womit Abstufung zwischen den Extremwerten "sehr schlecht" und "sehr gut" möglich werden. Die Bewertungen werden durch treffende Bezeichnungen ausgedrückt, da diese weniger abstrakt sind, als reine Zahlen. OriginalitätOriginalität oder Neuerungsfaktor beschreibt den Innovationsgrad eines Artikels. Ein Artikel, der Themen berührt, die sehr wenig diskutiert worden sind, wird hier eine gute Bewertung erzielen. Die Originalität eines Artikels wird auch davon bestimmt, ob ein Artikel bereits in ähnlicher Form veröffentlicht wurde. Wenn er hauptsächlich aus bekannten Material besteht, kann es nicht als originell angesehen werden. SignifikanzEine hohe Bewertung für Signifikanz drückt aus, dass ein Artikel großen Einfluß auf nachfolgende Veröffentlichungen seines Themengebiets nehmen wird. Artikel, die wichtige Forschungsergebnisse präsentieren werden hierbei hohe Bewertungen erzielen. Technische StimmigkeitDieses Kriterium beschreibt, wie der Autor sich auf Technik und ihren Gebrauch bezieht. Bezüge auf nicht existierende Technologie oder solche, die nicht einmal vorstellbar ist, könnten diese Bewertung beeinflussen, sofern der Artikel nicht explizit experimentelle Technologien thematisiert. Auch die korrekte Beschreibung technischer Gegebenheiten und der souveräne Umgang damit sind entscheidend. RelevanzEin Artikel ist für jvrb relevant, wenn er sich auf einen Bereich des Themenfeldes bezieht. Dieses Kriterium ist auch für den Autor sehr wichtig, da es sicherstellt, dass sein Artikel von der richtigen Zielgruppe wahrgenommen wird. PräsentationDie Präsentation eines Artikels bezieht sich auf seine Lesbarkeit, den Gebrauch von grafischem Material, Sprache, formalen Kriterien und Fachsprache. Ein gut strukturierter Artikel verbessert die Aufnahme der präsentierten Inhalte. Angemessenheit der ZitateDie Angemessenheit der Zitate gibt Aufschluß über die Akribie und die Nützlichkeit der ausgewählten Zitate für den Artikel. Die Referenzen belegen zum einen den Inhalt des Artikels, sie sind aber auch für den interessierten Leser wichtig, der sich tiefergehenden Einblick in die Materie verschaffen möchte. Wenn die Referenzen sehr speziell oder schwer zu beschaffen oder auf der anderen Seite zu allgemein gehalten sind, hat dies Einfluß auf die Bewertung in diesem Bereich. Kenntnisstand des Gutachters auf diesem GebietMit dieser Bewertung gibt der Gutachter an, wie weit er in dieses Thema eingearbeitet ist. Diese Information hilft, das Gutachten einstufen zu können. Ein Gutachter, der sehr viel auf diesem Gebiet arbeitet wird einen Artikel anders bewerten können, als ein Gutachter, der kaum Erfahrungen in diesem Thema gesammelt hat. Schreibaufwand an dem ArtikelDer Schreibaufwand spiegelt wieder, wie aufwändig es sein wird, den Artikel in eine inhaltlich akzeptable Form zu bringen und viel Zeit dies wahrscheinlich in Anspruch nehmen wird. Wenn es lediglich kleinerer Änderungen am Artikel bedarf ist die Bewertung auf diesem Gebiet gut. GesamtbewertungDie einzelnen Kriterien werden abschließend noch zu einer Gesamtbewertung zusammengefaßt. Diese Bewertung funktioniert nach der gleichen Skala wie die Einzelbewertungen. Begleitet wird die Gesamtbewertung von einem Vermerk über die Akzeptanz des Artikels. In diesem Fall gibt es drei Wahlmöglichkeiten nämlich akzeptiert, akzeptiert mit Anmerkungen und nicht akzeptiert. Kommentare an die AutorenDie Gutachter geben den Autoren die Möglichkeit, die Qualität ihrer Artikel zu verbessern. Sie geben die Vorzüge, positive und negative Apekte an. Die "Further Comments" können dazu benutzt werden, kleine Unstimmigkeiten, wie orthografische Fehler, zu benennen. Die Kommentare an die Autoren werden den Autoren übermittelt, wenn der Artikel für die Publikation akzeptiert worden ist. Die Ergebnisse des Gutachtens selbst, werden hingegen vertraulich behandelt und nur innerhalb des Editorial Boards besprochen. The Artikel von Gutachtern geprüft, die unabhängig das Manuskript prüfen. Sie fällen ihr Urteil allein und beraten nicht mit anderen Gutachten in Form einer Jury darüber. Die endgültige Entscheidung über die Akzeptanz des Artikels wird von Editorial Board gefällt, wobei die Gutachten natürlich einfließen. Eventuell auftretende Interessenskonflikte werden ebenfalls angemerkt. |
Beitragende: Jens Herder
Journal of Virtual Reality and Broadcasting
Zuletzt verändert: 2004-12-10 02:22 PM
